Neues von der GISS
  • „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“ veröffentlicht
    „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“ veröffentlicht
    Im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung und unterstützt von Rechtsanwalt Karl-Heinz Ruder und der RegioKontext GmbH erarbeitete ein Team der GISS den heute veröffentlichten „Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen“.

    Als Orientierungshilfe für Personen und Institutionen gedacht, die von Obdachlosigkeit betroffene Menschen unterbringen, befasst er sich mit allen relevanten Praxisfragen rund um die Unterbringung:

    Wie sieht eine rechtlich und fachlich überzeugende, adäquate und menschenwürdige Unterbringung obdachloser Menschen aus? Welche Vorgaben lassen sich aus internationalen Verträgen und Konventionen ableiten? Welche Normen setzt das Polizei-, Sicherheits- und Ordnungsrecht? Welche sozialgesetzlichen Leistungen können untergebrachte wohnungslose Menschen und ihre Familien dabei unterstützen, ihre Lage besser zu bewältigen und Wohnungslosigkeit zu überwinden? Wie lässt sich eine bedarfsgerechte und integrationsorientierte Unterbringung für unterschiedliche Zielgruppen erreichen? Welche Besonderheiten sind bei Kälte- und Hilfeschutz zu beachten? Und wie sieht die Schnittstelle zur Wohnungsversorgung aus?

    In einem Expertenkreis begleiteten die kommunalen Spitzenverbände, Landesministerien und Kommunen, Wissenschaft, Fachverbände der Wohlfahrtspflege, Expert*innen aus Erfahrung und weitere Akteure aus dem NAP-Prozess die Ausarbeitung. Eine Begleitgruppe, die nur aus Menschen mit Unterbringungserfahrung bestand, verfasste ein kommentierendes Kapitel. Die Empfehlungen in den einzelnen Kapiteln werden durch anschauliche Beispiele guter Praxis unterstützt.

    Pressemitteilungen:
    Deutsches Institut für Menschenrechte
    BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
    Die Diakonie Deutschland und der Evangelische Bundesfachverband Existenzsicherung und Teilhabe e.V. (EBET)
    Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Gesamtverband e.V.
    Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.
    Deutscher Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V.
    Bahnhofsmission Deutschland e.V.

    Meldungen/Links:
    Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) gGmbH
    Koordination Wohnungslosenhilfe Nord- und Südbayern
    die:gemeinde zur Bedeutungs des Leitfadens für kleinere Kommunen
  • GISS-Beitrag zu „Kommunalen Wohnungsnotfallhilfen“ erschienen.
    GISS-Beitrag zu „Kommunalen Wohnungsnotfallhilfen“ erschienen.
    Im Januar 2026 wurde der Beitrag von Jutta Henke und Volker Busch-Geertsema zum Stichwort „Kommunale Wohnungsnotfallhilfen“ im Handbuch Kommunale Sozialpolitik des Springer-Verlags „online first“ veröffentlicht. Der Beitrag behandelt die vier Handlungsfelder der Wohnungsnotfallhilfen, die Prävention von Wohnungslosigkeit, die Hilfen für aktuell wohnungslose Menschen (Unterbringung, Notversorgung und persönliche Hilfen), die dauerhafte Wohnungsversorgung und als viertes Handlungsfeld die Wohnbegleitung und Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten. Der Beitrag zeigt auf, dass die deutschen Kommunen in allen vier Handlungsfeldern über wirkungsvolle Instrumente verfügen und dass sie „auf einer wenig eindeutigen Rechtsgrundlage ein differenziertes Hilfesystem geschaffen“ haben. Um dies nun weiterzuentwickeln und verstärkt zur Überwindung von Wohnungslosigkeit zu nutzen, bedürfe es der Unterstützung der Länder und des Bundes.
    Der Beitrag steht unter diesem Link zur Lektüre bereit.
  • Bericht zur Gesundheit wohnungsloser Menschen in Hamburg veröffentlichtDie Sozialbehörde Hamburg hat die Ergebnisse zur gesundheitlichen Lage der auf der Straße und in verdeckter Wohnungslosigkeit lebenden Menschen in Hamburg veröffentlicht. In einer repräsentativen Stichprobe aus Einrichtungen und Diensten der Wohnungsnotfallhilfen und angrenzenden Hilfen hat die GISS im Auftrag der Sozialbehörde Hamburg die betroffenen Menschen zu ihrer Gesundheit und zur Inanspruchnahme medizinischer Hilfen befragt. Die Befragung fand im Rahmen der bundesweiten Zählung und Befragung statt.
    Die Ergebnisse zeigen eine dramatische Situation, besonders für Menschen, die auf der Straße leben. Zwei Drittel von ihnen sind krank, und Dreiviertel schätzt den Gesundheitszustand als „weniger gut“ oder „schlecht“ ein. Mehr als die Hälfte der auf der Straße lebenden Menschen und fast ein Drittel der verdeckt Wohnungslosen meiden trotz Krankheit Arzt- oder Krankenhausbesuche.
     
  • Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. tagt vom 19. bis 21. November 2025 in Berlin. Rund 1.000 Teilnehmende aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft sowie Expert:innen mit Wohnungsnoterfahrung diskutieren unter dem Motto „Gemeinsam für Menschenwürde: Solidarität – Wohnung – Rechtsanspruch“. Sie erörtern, wie Angebote und Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe in Deutschland diesem Anspruch gerecht werden und welche politischen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind. Die GISS beteiligt sich mit Beiträgen zur Weiterentwicklung der Hilfen nach §§ 67 ff. SGB XII, zum EU-weiten Projekt „EU Homelessness Count“ und zu aktuellen Fakten und Trends zu Housing First. Zum Programm der Veranstaltung....
 
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