Projekte in Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, eine bundesweite Studie zu Care-Leavern, Projekte rund um Einsamkeit und mit besonderen Hilfsangeboten – die aktuellen Schwerpunkte der GISS im Überblick
Auftraggeber
Land BerlinLaufzeit
Mai 2026 bis Dezember 2027Gegenstand
Im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege konzipiert und pilotiert ein Team der GISS zwischen Mai 2026 und Dezember 2027 die neue Berichterstattung über die gesundheitliche Situation bei Menschen ohne eigenen Wohnraum (GBE Wohnungslose) in Berlin. Die Berichterstattung stützt sich auf die Daten der niedrigschwelligen Ambulanzen für wohnungslose und nicht-versicherte Menschen und soll durch weitere Daten zur gesundheitlichen Versorgung von wohnungslosen Menschen sowie durch qualitative Erhebungen ergänzt werden. Ein breit angelegter Beteiligungsprozess bezieht Akteure aus den Wohnungsnotfallhilfen und aus dem Gesundheitssystem ein. Menschen ohne Wohnung beteiligen sich in Forschungswerkstätten an der Entwicklung von Gesundheitsindikatoren. Ende 2027 liegt voraussichtlich der Pilotgesundheitsbericht vor.Auftraggeber
Verein Jugendhilfe und soziale Integration (jusina e.V.)Laufzeit
April 2026 bis Dezember 2028Gegenstand
Der Verein jusina e.V. hat ein Projekt initiiert, das Einsamkeit bei von Wohnungslosigkeit betroffenen und bedrohten Menschen sowie bei ehemals Wohnungslosen in Bocholt begegnen soll. Das Projekt wird im Aktionsprogramm "Hilfen in Wohnungsnotfällen" des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen für drei Jahre gefördert und von der GISS evaluiert. Es möchte niedrigschwellige und nachhaltige Angebote für die Zielgruppe etablieren, um neue Räume für Begegnungen und die Entwicklung sozialer Bindungen zu schaffen. Dafür sollen aufbauend auf vorhandenen Strukturen neue Angebote entwickelt werden, die zugleich vertraute und stabile Zugänge sowie Kontinuität gewährleisten.Auftraggeber
Stadt KölnLaufzeit
Mai 2026 bis Dezember 2027Gegenstand
Als erste Millionenstadt in Deutschland verfügt die Stadt Köln seit August 2025 über eine Soziale Wohnraumagentur zur Versorgung wohnungsloser Menschen mit Wohnraum. In Trägerschaft der Diakonie Michaelshoven soll die Agentur innerhalb von drei Jahren einen möglichst großen Wohnungsbestand aufbauen und insbesondere an wohnungslose Menschen in Einfachhotels und Unterkünften der Stadt Köln vermitteln. In einem mehrstufigen Verfahren unterzieht die GISS der Sozialen Wohnraumagentur eine Prozess- und Ergebnisevaluation.Auftraggeber
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-WestfalenLaufzeit
Januar bis Dezember 2026Gegenstand
Mit dem Aktionsprogramm „Hilfen in Wohnungsnotfällen“ unterstützt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen bereits seit 1996 Kommunen und freie Träger der Wohlfahrtspflege bei der Arbeit für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Dazu werden beispielgebende Modellprojekte, der Transfer der Erfahrungen und Erkenntnisse, die jährliche Wohnungsnotfallberichterstattung sowie Workshops und Untersuchungen gefördert. Die wissenschaftliche Begleitung des Aktionsprogramms liegt auch im Jahre 2026 bei der GISS.Auftraggeber
Gemeinnützige Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH Wilhelmshaven (GPS)Laufzeit
März 2026 bis Januar 2030Gegenstand
Das Projekt „WG Zuhause“ der Gesellschaft für Paritätische Sozialarbeit mbH Wilhelmshaven (GPS) hat für den Träger der Eingliederungshilfe in Niedersachsen ein Modellkonzept konzipiert, das vier Personen in einem besonderen ambulanten Setting versorgen soll. Es richtet sich an Menschen, die zuvor überwiegend in größeren Wohnstätten und Wohngruppen lebten und in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen oder in Tagesförderstätten arbeiten. Mit dem neuen Projekt soll ein neuer Leistungstyp geschaffen werden, der diese jungen Erwachsenen in den Blick nimmt und ihnen eine assistierende Wohnform bietet, die ihre Bedürfnisse berücksichtigt. Die GISS begleitet das Projekt in einer vierjährigen Evaluation.Auftraggeber
Regionale Diakonie SüdhessenLaufzeit
April 2026 bis April 2028Gegenstand
Das Projekt „FlexHi“, ein Modellprojekt der Regionalen Diakonie Südhessenin Kooperation mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) und dem Amt für Soziales und Prävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt widmet sich den Bedarfslagen psychisch erkrankter, wohnungsloser Menschen. Die GISS übernimmt die Evaluation und nimmt Wirkung und Erkenntnisse in den Fokus, auchb im Hinblick auf eine evtl. Verstetigung des Modellprojektes in der Zukunft.Auftraggeber
Stadt MönchengladbachLaufzeit
Oktober 2025 bis September 2026Gegenstand
Die GISS plant und moderiert einen breit angelegten Beteiligungsprozess zur Entwicklung eines ganzheitlichen Konzeptes zum Umgang mit „marginalisierten Gruppen‘“ im öffentlichen Stadtraum Mönchengladbachs. Künftige Maßnahmen der Stadt sollen einerseits die Bedürfnisse von wohnungslosen, suchtkranken und psychisch erkrankten Menschen aufgreifen, die sich tagsüber und/oder nachts im öffentlichen Raum aufhalten. Sie sollen zum anderen die Anforderungen der Stadtgesellschaft“ berücksichtigen und müssen daher Interessen unterschiedlicher Nutzer*innen-Gruppen im öffentlichen Raum in Ausgleich bringen. Auf der Grundlage einer umfangreichen Bestandsaufnahme, einer gemeinsamen Bedarfsanalyse mit betroffenen Menschen sowie Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Hilfesystem und Recherchen in anderen Kommunen entwickelt die GISS ein Gesamtkonzept.Auftraggeber
Freie und Hansestadt HamburgLaufzeit
Juli 2025 bis Juli 2027Gegenstand
Die Freie und Hansestadt Hamburg bietet seit Mitte 2024 eine dezentrale Notübernachtungsstelle für Jungerwachsene an. Erfolg, Wirkung und Kosteneffektivität dieses Modellprojekts wird die GISS im Rahmen einer Evaluation bewerten und Empfehlungen zur Verbesserung mit Blick auf eine Verstetigung des Projekts formulieren.Auftraggeber
Bischof-Hermann-Stiftung MünsterLaufzeit
Mai 2024 bis November 2026Gegenstand
Das Projekt Cared.Wende der Bischof-Hermann-Stiftung in Münster will eine Versorgungslücke im Hilfesystem für wohnungslose Menschen mit Pflegebedarf schließen. Die GISS evaluiert das Projekt im laufenden Prozess, begleitet mit Workshops und Fokusgruppen und führt Interviews mit relevanten Akteurinnen und Akteuren des Münsteraner Hilfesytems.Auftraggeber
Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung des Landes Rheinland-PfalzLaufzeit
Januar 2024 bis Dezember 2028Gegenstand
Anknüpfend an die bisherige Zusammenarbeit begleitet die GISS auch in den Jahren 2024 bis 2028 den Entwicklungsprozess der Wohnungslosenhilfe des Landes Rheinland-Pfalz. Neben der Beratung und wissenschaftlichen Begleitung übernimmt die GISS auf dem Weg zur Ausgestaltung eines Landesrahmenvertrages nach § 80 für die Hilfe nach § 67 SGB XII moderierende und koordinierende Aufgaben. Die GISS berät einzelne Träger im Hilfesystem und setzt Fachveranstaltungen und Workshops um.Auftraggeber
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und JugendLaufzeit
Mai 2021 bis Dezember 2029Gegenstand
Das Forschungsvorhaben Care Leaver Statistics untersucht über eine Längsschnittstudie die soziale Teilhabe im Lebenslauf nach einer stationären erzieherischen Hilfe (Heimerziehung und Pflegefamilien) außerhalb der Herkunftsfamilie. In der Studie werden insgesamt 2.000 junge Menschen (je 1.000 aus Pflegefamilien und Heimen), die an der Schwelle zum Care-Leaving stehen, über sieben Jahre regelmäßig kontaktiert. Dabei werden sehr unterschiedliche Dimensionen ihres Lebens über persönliche Interviews erfasst.Die Studie wird gemeinschaftlich durchgeführt von der GISS, der Universität Hildesheim, dem Deutschen Jugendinstitut in München (DJI und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) in Frankfurt. Zur CLS-Homepage...

