Teambild von Marie-Therese Haj Ahmad
Marie-Therese Haj Ahmad

„Was mich antreibt: Soziale Probleme und ihre Entstehung verstehen, um sie nachhaltig überwinden zu können.“

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: 0421-334708-5

E-Mail: mha@giss-ev.de

Ausbildung

Magisterstudium der Baltistik, Psychologie und Ev. Theologie an der Universität Greifswald
Masterstudium Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession (Master of Social Work) am Zentrum für postgraduale Studien Sozialer Arbeit e.V. Berlin.
Seit 2014 Promotion am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin.

Praxis

Seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V.
Mehrjährige Berufserfahrung in der Wohnungslosenhilfe und in der Verbandsarbeit
Lehrerfahrung an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB), Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH), und im Masterstudiengang Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession

Veröffentlichungen bis 2020 unter dem Namen Marie-Therese Reichenbach

Aktuelle Projekte

Auftraggeber

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Laufzeit

05/2020 bis 11/2021

Gegenstand

Der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat im Juni 2019 die Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“ ins Leben gerufen, um Wohnungslosigkeit und Wohnungsnotlagen in NRW auf der Grundlage eines umfassenden Konzepts sowie eines Aktionsplans strategisch zu bekämpfen. Die konzeptionellen Grundlagen der Initiative, die – wissenschaftlich begleitet durch die GISS – im Jahr 2019 gelegt wurden, sollen im Jahr 2020 und 2021 weiterentwickelt werden. Der Umsetzungsprozess auf der Landesebene und auf kommunaler Ebene wird wissenschaftlich und organisatorisch unterstützt und begleitet. Fachliche Schwerpunkte sind die weitere Kooperation mit der Wohnungswirtschaft, die Beratung, Unterstützung und Begleitung der Projektumsetzung in 20 geförderten Kreisen und kreisfreien Städten, die Begleitung, Koordination und Verzahnung von MAGS-internen Aktivitäten sowie die Begleitung, Koordination und Verzahnung der Landesinitiative mit Handlungsfeldern in anderen Landesressorts (Ministerium für Heimat, Kommunen, Bau und Gleichstellung, MHKBG, Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, MKFFI, Justizministerium, JM, und Innenministerium, IM).
 

Gegenstand

Ab März 2020 erprobt die Bischof-Hermann-Stiftung in Münster für 24 Monate neue Beratungs- und Unterstützungsansätze für wohnungslose Familien. Das innovative Projekt „Brückenschlag“.
wird durch das Landesprogramm „Wohnungslosigkeit vermeiden – dauerhaftes Wohnen sichern“ des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Als Zielgruppe sollen unter anderem Familien aus der EU und Familien mit Fluchthintergrund angesprochen werden, bei denen gesellschaftliche Teilhabe oft bereits an mangelnden Sprachkenntnissen scheitert. Sie werden aufsuchend (in Notunterkünften) u. a. bei der Beschaffung von Wohnraum und der Integration in die künftigen Nachbarschaften unterstützt. Insbesondere soll erprobt werden, ob sich der bisher nahezu ausschließlich für Alleinstehende bewährte Ansatz der Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten auch auf Familien übertragen lässt. Mit dem gewählten Ansatz begibt sich das Projekt systematisch an die Schnittstelle zwischen SGB XII und SGB VIII und baut ein Angebot auf, das es im bisherigen System der Leistungen in beiden Rechtskreisen (noch) nicht gibt. Die GISS hat die Evaluation übernommen.

Auftraggeber

Oak Foundation

Laufzeit

September 2019 bis Juni 2021

Gegenstand

Im Rahmen der Initiative „A Place to call home" des Institute of Global Homelesseness (IGH) an der De Paul University in Chicago (USA) ist geplant, dass sich weltweit 150 Städte dazu verpflichten, die örtliche Straßenobdachlosigkeit bis zum Jahr 2030 erheblich zu verringern oder vollständig zu überwinden. In einem zweijährigen Pilotvorhaben bis zum Jahr 2021 erfasst die GISS zusammen mit der Heriot-Watt University (Edinburgh) und lokalen Forschungsteams in 13 ausgewählten Städten auf sechs Kontinenten („Vanguard Cities“), die dieses Ziel schon bis zum Ende des Jahres 2020 erreichen wollen, welche Strategien zur Beseitigung von Straßenobdachlosigkeit zielführend sind und wie sich mögliche Reduzierungseffekte messen lassen. Die Ergebnisse des Forschungsprojektes, das von der Oak Foundation finanziert wird, sollen bei der Umsetzung auch in den weiteren Phasen der „A Place to call home“-Initiative berücksichtigt werden.
 

Auftraggeber

v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel, Stiftungsbereich Bethel.regional

Laufzeit

Januar 2020 bis Juni 2022

Gegenstand

Gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) in Nordrhein-Westfalen baut Bethel.regional eine Organisationseinheit zur Versorgung von Wohnungsnotfällen mit Wohnraum auf. Die Soziale Wohnraumagentur soll innerhalb von drei Jahren mindestens 75 Wohnungen in Bielefeld anmieten und an wohnungslose und von Wohnungslosigkeit berohte Menschen dauerhaft untervermieten, die weder allein noch mit der institutonellen Unterstützung bisheriger Dienste und Einrichtungen in Bielefeld eine Wohnung anmieten können. Die GISS begleitet und berät den Träger beim Aufbauprozess im Rahmen eienr formativen Evaluation über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren.

Auftraggeber

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen

Laufzeit

Januar 2018 bis Dezember 2020

Gegenstand

Mit dem Aktionsprogramm „Hilfen in Wohnungsnotfällen“ unterstützt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen Kommunen und freie Träger der Wohlfahrtspflege bei der Arbeit für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen. Dazu werden beispielgebende Modellprojekte, der Transfer der Erfahrungen und Erkenntnisse, die jährliche Wohnungsnotfallberichterstattung sowie Workshops und Untersuchungen gefördert. Die wissenschaftliche Begleitung des Aktionsprogramms liegt bei der GISS.

Auftraggeber

Hexenhaus – Hilfe für Menschen in Krisensituationen e.V.

Laufzeit

April 2019 bis März 2021

Gegenstand

Das Hexenhaus – Hilfe für Menschen in Krisensituationen e.V. – will die Versorgung wohnungsloser Menschen mit Normalwohnraum verbessern und baut zusammen mit weiteren Trägern eine Wohnraumvermittlungsstelle für Wohnungsnotfälle im Kreis Minden-Lübbecke auf. Dabei sollen insbesondere Wohnungen von privaten Vermieterinnen und Vermietern akquiriert und an wohnungslose Menschen vermietet werden. Sowohl den Mieterinnen und Mietern als auch den Vermietenden steht begleitende Sozialarbeit zur Verfügung, die bei Bedarf auch an weiterführende Hilfen vermittelt. Das Vorhaben wird über einen Zeitraum von zwei Jahren von der GISS wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Auftraggeber

Stadt Oberhausen

Laufzeit

Juni 2017 bis Dezember 2019

Gegenstand

Entwicklung einer Strategie zur Steuerung der kommunalen Integrationsprozesse in der Stadt Oberhausen mit der Festlegung auf klare und überprüfbare Zielsetzungen sowie der Erarbeitung konkreter Maßnahmen und Projekte unter der besonderen Berücksichtigung der strukturellen, sozialen, kulturellen und identifikationsstiftenden Integrationsdimensionen.

Veröffentlichungen

  • Brandstätter, Johannes; Reichenbach, Marie-Therese: Vielfalt im Vollzug. Straffälligenhilfe in der Migrationsgesellschaft. In: Reichenbach, Marie-Therese; Bruns, Sabine (Hg.), Resozialisierung neu denken: Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Freiburg: Lambertus, 2018, 180–200.
  • Bruns, Sabine; Reichenbach, Marie-Therese Resozialisierung neu denken. Wiedereingliederung straffällig gewordener Menschen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, 2. Auflage. Freiburg: Lambertus, 2018.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Homelessness of Mobile EU-citizens as One Effect of a National-European Conflict. Insights Into an Ethnography of Participation in Europe Using the Example of Germany. In: European Journal of Homelessness Volume 12, No. 1, 2018, Brüssel, 41–60.
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  • Reichenbach, Marie-Therese; Graßhoff, Johann; Grosu, Doinita; Manavska, Desislava: Migrant_innen in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe – Handlungsmöglichkeiten in prekären Situationen?! In: Gillich, Stefan; Keicher, Rolf (Hg.), Suppe? Beratung? Politik?. Wiesbaden: Springer VS, 2016, 189–200.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Obdachlosigkeit von mobilen Unionsbürger*innen in Deutschland – Analyse eines sozialen Problems und mögliche Interventionsansätze zu seiner Lösung. In: Leideritz, Manuela; Vlecken, Silke (Hg.), erpunkt Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit – Schwerpunkt Menschenrechte. Ein Lese- und Lehrbuch. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich GmbH, 2016, 224–250.
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  • Reichenbach, Marie-Therese: Solidarität oder Abgrenzung? – Konzeptionelle Überlegungen zur „Konkurrenz zwischen wohnungslosen und geflüchteten Menschen“. In: wohnungslos 4, 2016, 107–110.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Wider den Begriff Niedrigschwelligkeit. Kritische Hinterfragung eines ungeklärten Begriffes innerhalb der Sozialen Arbeit. In: Soziale Arbeit 9, 2015, 335–341.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Auswirkungen der Arbeitnehmer_innenfreizügigkeit auf die niedrigschwellige Wohnungslosenhilfe Berlin. In: wohnungslos 4, 2014, 112–115.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Sehen und gesehen werden. Wohnungslosigkeit aus anerkennungstheoretischer Perspektive. Eine theoretische Neubestimmung? In: neue praxis Heft 03/13, 2013, 274–280.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Migrant_innen in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe Berlin. Erste Erkenntnisse aus dem Projekt „Frostschutzengel“ der GEBE-WO – Soziale Dienste gGmbH – aufsuchende Beratung für Nutzer_innen aus mittelosteuropäischen EU-Staaten. In: wohnungslos 4, 2013, 133–135.
  • Reichenbach, Marie-Therese: „Die Polen essen uns die Suppe weg!“ Rassismuserfahrungen obdachloser Menschen aus den neuen EU-Staaten in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe Berlin. In: wohnungslos 2, 2012, 65–68.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Sehen und gesehen werden. Eine anerkennungstheoretische Fundierung der Sozialen Arbeit am Beispiel der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe. Berlin, 2012.
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