Teambild von Dr. Marie-Therese Haj Ahmad
Dr. Marie-Therese Haj Ahmad

„Was mich antreibt: Soziale Probleme und ihre Entstehung verstehen, um sie nachhaltig überwinden zu können.“

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: 0421-334708-5

E-Mail: mha@giss-ev.de

Ausbildung

Magisterstudium der Baltistik, Psychologie und Ev. Theologie an der Universität Greifswald
Masterstudium Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession (Master of Social Work) am Zentrum für postgraduale Studien Sozialer Arbeit e.V. Berlin.
2021 Promotion am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, summa cum laude.

Praxis

Seit 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung e.V.
Mehrjährige Berufserfahrung in der Wohnungslosenhilfe und in der Verbandsarbeit
Lehrerfahrung an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB), Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH), und im Masterstudiengang Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession

Veröffentlichungen bis 2020 unter dem Namen Marie-Therese Reichenbach

Aktuelle Projekte

Auftraggeber

Neue Wohnung gemeinnützige Wohnungslosenhilfe GmbH, Gemeinnützige Wohnheimgesellschaft des Hamburger Fürsorgevereins mbH, Die Heilsarmee K.d.ö.R. , Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost

Laufzeit

Juni 2022 bis Januar 2024

Gegenstand

Unter dem Dach der vier Einrichtungen Neue Wohnung gemeinnützige Wohnungslosenhilfe GmbH, Gemeinnützige Wohnheimgesellschaft des Hamburger Fürsorgevereins mbH, Die Heilsarmee K.d.ö.R. und  des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-Ost, die sich zum Hamburger Qualitätsverbund in der Wohnungslosenhilfe zusammengeschlossen haben, evaluiert die GISS das Wohnprojekt Frohmestraße. Die GISS begleitet und berät bei der Einführung eines gemeinsamen QM-Verfahrens, das für pädagogische Einrichtungen und Hilfen nach §§ 67 ff. SGB XII geeignet ist

Auftraggeber

Bischof-Hermann-Stiftung, Münster

Laufzeit

März 2020 bis Februar 2023

Gegenstand

Ab März 2020 erprobt die Bischof-Hermann-Stiftung in Münster für 24 Monate neue Beratungs- und Unterstützungsansätze für wohnungslose Familien. Das innovative Projekt „Brückenschlag“ wird durch das Landesprogramm „Wohnungslosigkeit vermeiden – dauerhaftes Wohnen sichern“ des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Als Zielgruppe sollen unter anderem Familien aus der EU und Familien mit Fluchthintergrund angesprochen werden, bei denen gesellschaftliche Teilhabe oft bereits an mangelnden Sprachkenntnissen scheitert. Sie werden aufsuchend (in Notunterkünften) u. a. bei der Beschaffung von Wohnraum und der Integration in die künftigen Nachbarschaften unterstützt. Insbesondere soll erprobt werden, ob sich der bisher nahezu ausschließlich für Alleinstehende bewährte Ansatz der Hilfen zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten auch auf Familien übertragen lässt. Mit dem gewählten Ansatz begibt sich das Projekt systematisch an die Schnittstelle zwischen SGB XII und SGB VIII und baut ein Angebot auf, das es im bisherigen System der Leistungen in beiden Rechtskreisen (noch) nicht gibt. Die GISS hat die Evaluation übernommen.

Auftraggeber

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Laufzeit

2022

Gegenstand

Das Land Nordrhein-Westfalen ist seit Jahren sehr aktiv in der Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Aufgabe der GISS wird es weiterhin sein, die engagierten Unternehmungen des Landes im Rahmen eines Aktionsprogramms wissenschaftlich zu begleiten. Die Schwerpunkte liegen hierbei in der Erstellung und Überarbeitung von Dokumentationsmaterialien, der Förderung des Erfahrungsaustausches geförderter Projekte, der Konzeption von Workshops, in der koordinierenden Unterstützung im Zusammenhang mit bestehenden und neuen Projekten sowie in der Beratung und Unterstützung im Rahmen der jährlichen Wohnungsnotfallberichterstattung.
 

Veröffentlichungen

  • Haj Ahmad, Marie-Therese: Von Ein- und Ausschlüssen in Europa. Eine ethnographische Studie zu EU-Migration und Wohnungslosigkeit in Deutschland. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot, 2022. (ISBN: 978-3-89691-078-3)
    https://www.dampfboot-verlag.de/filepool/getfile/dampfboot/?datei=/dateien/download/OA-130-HajAhmad.pdf
  • Reichenbach, Marie-Therese: Teilhabe exklusiv. Soziale Arbeit im Bereich diakonischer Wohnungsnotfallhilfe und Straffälligenhilfe. Freiburg: Lambertus, 2019.
  • Haj Ahmad, Marie-Therese: Bedarfsanalyse wohnungsloser EU-Bürger_innen in Frankfurt am Main unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Rom_nja. Hg. von Amt für Multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt, Main, Frankfurt/Main, 2020.
    https://www.amka.de/sites/default/files/2020-11/Bedarfsanalyse_wohnungsloser_EU-Buerger_innen_in_Frankfurt_am_Main.pdf
  • Haj Ahmad, Marie-Therese: Grenzen der Freizügigkeit?! Ausgrenzung und Autonomie am Beispiel der Obdachlosigkeit von EU-Bürger*innen in Deutschland. In: Sowa, Frank (Hg.), Figurationen der Wohnungsnot. Kontinuität und Wandel sozialer Praktiken, Sinnzusammenhänge und Strukturen. Weinheim: Beltz Juventa, 2022, 727–748.
  • Haj Ahmad, Marie-Therese: Kaspars Vienots’ Schuhe. Aushandlungen von Ein- und Ausschlüssen wohnungsloser Unionsbürger*innen. In: Widersprüche, Münster, 2020, 27–39.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Homelessness of Mobile EU-citizens as One Effect of a National-European Conflict. Insights Into an Ethnography of Participation in Europe Using the Example of Germany. In: European Journal of Homelessness, Brüssel, 2018, 41–60.
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  • Reichenbach, Marie-Therese: Solidarität oder Abgrenzung? – Konzeptionelle Überlegungen zur „Konkurrenz zwischen wohnungslosen und geflüchteten Menschen”. In: wohnungslos, 2016, 107–110.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Obdachlosigkeit von mobilen Unionsbürger*innen in Deutschland – Analyse eines sozialen Problems und mögliche Interventionsansätze zu seiner Lösung. In: Leideritz, Manuela; Vlecken, Silke (Hg.), Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit – Schwerpunkt Menschenrechte. Ein Lese- und Lehrbuch. Opladen, Berlin, Toronto: Verlag Barbara Budrich GmbH, 2016, 224–250.
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  • Reichenbach, Marie-Therese; Graßhoff, Johann; Grosu, Doinita; Manavska, Desislava: Migrant_innen in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe – Handlungsmöglichkeiten in prekären Situationen?! In: Gillich, Stefan; Keicher, Rolf (Hg.), Suppe? Beratung? Politik? Wiesbaden: Springer VS, 2016, 189–200.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Wider den Begriff Niedrigschwelligkeit. Kritische Hinterfragung eines ungeklärten Begriffes innerhalb der Sozialen Arbeit. In: Soziale Arbeit, 2015, 335–341.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Auswirkungen der Arbeitnehmer_innenfreizügigkeit auf die niedrigschwellige Wohnungslosenhilfe Berlin. In: wohnungslos, 2014, 112–115.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Migrant_innen in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe Berlin. Erste Erkenntnisse aus dem Projekt „Frostschutzengel” der GEBE-WO – Soziale Dienste gGmbH – aufsuchende Beratung für Nutzer_innen aus mittelosteuropäischen EU-Staaten. In: wohnungslos, 2013, 133–135.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Sehen und gesehen werden. Wohnungslosigkeit aus anerkennungstheoretischer Perspektive. Eine theoretische Neubestimmung? In: neue praxis, 2013, 274–280.
  • Reichenbach, Marie-Therese: Sehen und gesehen werden. Eine anerkennungstheoretische Fundierung der Sozialen Arbeit am Beispiel der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe. Berlin, 2012.
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  • Reichenbach, Marie-Therese: „Die Polen essen uns die Suppe weg!” Rassismuserfahrungen obdachloser Menschen aus den neuen EU-Staaten in der niedrigschwelligen Wohnungslosenhilfe Berlin. In: wohnungslos, 2012, 65–68.